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Testabdeckung

 

Eine grundlegende Schwierigkeit beim Testfallentwurf ist die Frage nach dem erforderlichen Testaufwand. Wie viele Testfälle benötigt man ? Wie gut sind die spezifizierten Testfälle ? Um diese Fragen zu beantworten, müßte man die Wahrscheinlichkeit kennen, einen beliebigen Fehler durch Ausführung dieser Testfälle zu entdecken. Dann könnte man die Menge der Testfälle so lange erweitern, bis die Entdeckungswahrscheinlichkeit die gewünschte Höhe erreicht hat. Prinzipiell ist eine Messung dieser Größe zwar möglich (Einbau von "Testfehlern" durch Personen, die die Testfälle nicht kennen), aber sehr zeitaufwendig. Daher greift man zu einfacher bestimmbaren Metriken, z.B. der Prozentsatz der Codezeilen, die bei Abarbeitung der Testfälle ausgeführt werden (C0-Abdeckung). Nachteil: Solche Größen sind nur bedingt mit der Güte des Tests korreliert. So ist es durchaus möglich, eine hohe C0-Abdeckung zu erzielen, ohne die wichtigsten Bedienungsabläufe (use cases) des Produkts zu testen. Dieses Problem läßt sich nicht vollständig lösen, aber durch folgende Maßnahmen zumindest auf ein erträgliches Maß reduzieren:

  1. Man kann verschiedene Metriken geschickt miteinander kombinieren, wobei sowohl Standardmetriken als auch projektspezifisch entwickelte Metriken zum Einsatz kommen können.
  2. Eine nicht zu unterschätzende Bedeutung ist auch der Intuition erfahrener Tester beizumessen. Es wäre ein Fehler, allein auf Metriken zu vertrauen und das Urteil der Testcrew bzgl. der Güte der Tests zu ignorieren. Erst die Kombination beider Elemente schafft ein wirkungsvolles Instrument zur Bestimmung der Testgüte.

Vogt + Partner unterstützt Sie gerne bei der Auswahl und Entwicklung von Testmetriken und der Definition einer Strategie zur Messung der Testgüte.

 

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Stand: 18. Juli 2008